In fünf einfachen Schritten zum Autohaus Blog

Das Internet ist da, es bleibt und kann von Autohäusern genutzt werden. Jeder weiß es oder hat zumindest mal etwas davon gehört. Nur wenige nutzen die Möglichkeiten.

Eine der Möglichkeiten ist, mit seinen Kunden viel schneller und einfacher in Kontakt zu treten. Das Tool meiner Wahl ist ein interessanter Online-Auftritt. Dabei meine ich nicht die Herstellergestütze Durchschnittsseite. Ihr braucht einen Autohaus-Blog, der so großartig ist dass eure Kunden eure Seite mehrmals im Monat freiwillig besuchen.

Warum überhaupt ein Blog?

Ein Blog ist eine effektive und langfristige Strategie für Autohäuser. Mit entscheidenden Vorteilen gegenüber Zeitungsanzeigen, Radiospots oder reinen Social Media Profilen:

  • Ein Blog lässt sich völlig frei gestalten und bietet volle Kontrolle über alle Bereiche
  • Dank Google besuchen langfristig immer mehr Besucher eure Seite
  • Die Menschen holen sich die Information dann, wenn sie benötigt werden
  • Jeder Blogartikel ist wie ein weiterer Angestellter. Er arbeitet rund um die Uhr und produziert nach und nach Leads. Warme Kontakte, die sich dann melden wenn sie es möchten. Und nicht dann, wenn du oder das Autohaus es für richtig hält
  • Blogartikel haben eine enorme Reichweiten auf Facebook – wenn man es richtig anstellt
  • Besucher können zu Newsletter-Abonennten werden
  • Das Autohaus baut seine eigene Community auf
  • In den Kommentaren lässt sich eine Kundenbeziehung aufbauen und pflegen
  • Ein Jahr bloggen kostet soviel wie eine (!) Anzeige in der lokalen Zeitung

Überzeugt? Dann fangen wir an!

1. Verantwortliche und Zeitfenster planen

Mit einem Online Auftritt steigen langfristig die Verkäufe und die Kundenzufriedenheit. Ein Blog ist aber nicht auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtet. Daher ist es wichtig, ein oder zwei Personen mit genügend Ausdauer und Leidenschaft für das Automobil und die Online-Welt zu finden. Ich empfehle, jeden Tag 1-2 Stunden am Blog zu arbeiten. Mindestens.

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Ich sehe euch schon stöhnen, woher ihr die Zeit nehmen sollt. Ganz einfach: Findet die Zeit. Sonst habt ihr in zehn Jahren zuviel davon.

2. Domain registrieren und den Blog eröffnen

Wenn ihr eine Firmenwebseite habt, registriert euch bei eurem Hoster eine neue Domain. Bitte nehmt keine Unter-Domain wie www.namedesautohauses.blog.de. Seid kreativ und gebt eurem Blog einen eigenen Namen und einen eigenständigen Auftritt.

Nach der Domainregistrierung installiert ihr die Blogsoftware WordPress. Gefühlte 95% aller Blogs laufen damit. Damit könnt ihr euren Blog schnell, einfach und mit geringem Zeitaufwand pflegen.

Im besten Fall gibt es die Option, dass euer Hoster WordPress auf Wunsch bereits bei der Domainregistrierung installiert.

Da euer Blog die nächsten Jahre ein wichtiger Baustein des Erfolgs sein wird, investiert ruhig etwas Zeit um WordPress kennen zu lernen. Ihr sitzt garantiert nicht zum ersten mal vor einem Computer, deshalb spielt ein wenig mit WordPress herum. Falls ausprobieren nicht euer Ding ist, investiert eure Zeit in kostenlose Videotutorials.

3. Design auswählen und Plugins installieren

Unter dem Menüpunkt „Plugins“ gibt es tausende kleine Programme und Anwendungen, die das Bloggerleben einfacher machen. Findet und installiert bitte diese Plugins, falls nicht schon standardmäßig an Bord:

  • Jetpack (für Newsletter, Share Buttons, Statistiken und mehr)
  • Akismet (hilft gegen Spam)
  • Cookie Notice (ist eine rechtliche Sache)
  • SEO Ultimate (damit eure Artikel auch bei Google gefunden werden)
  • Cachify (macht den Blog schneeeeeeell)

Alle Plugins sind in der ausreichenden Basisversion kostenlos. Für Jetpack und Akismet müsst ihr euch registrieren und einen Account anlegen.

4. Das richtige Design

Was habe ich schon Zeit und Geld für das Blogdesign verbrannt! Ich wollte immer ein noch spektakuläreres, cooleres Design haben. Ich durfte mit der Zeit lernen, dass den Leser das schickes Design nicht wirklich interessiert.

Nachdem ich schon hunderte Euros für verschiedene Designs-sogenannte Themes – ausgegeben, nutze ich nun kostenlosen Standardthemes. Das empfehle ich euch gerade für den Anfang auch. Probiert die Themes „Twenty Sixteen“ und „Twenty Seventeen“ aus.

Falls die Themes schon installiert sind, findet ihr diese unter „Design“ -> „Themes“. Falls nicht, geht in diesem Menü auf „neues Theme hinzufügen“ und sucht nach den beiden.

Beide lassen sich leicht pflegen und sehen gut aus. Noch viel wichtiger ist, dass die Themes responsive sind. Der Inhalt passt sich dem Gerät an, damit sieht euer Blog auch auf einem Tablet oder Smartphone super aus. Ganz automatisch.

Ein wahnsinnig wichtiger Punkt, denn immer mehr surfen auf dem Smartphone oder Tablet. Den Blog skodaportal.de rufen zum Beispiel aktuell 40% mit einem mobilen Gerät auf – Tendenz steigend.

Wenn eure Seite auf einem Smartphone schlecht lesbar ist, dann zählt der beste Inhalt nicht. Niemand hat die Geduld, sich durch einen klicki-bunti-Blog durchzumogeln.

5. Den Blog strukturieren 

Ein Autohaus schreibt in der Regel über Autos. Genauer gesagt über die verschiedenen Fahrzeugmodelle. Oft interessieren sich eure Leser nur für ein oder zwei Modelle. Nutzt das und gebt dem Leser die Möglichkeit, schnell und einfach die Beträge von seinem bevorzugtem Modell zu finden.

Geht dazu in WordPress zu „Kategorien“ (Beiträge -> Kategorien). Diese benennt ihr in die Modelle der Automarke um (Up, Golf, Polo…).

Anschließend erstellt ihr eine „Über“-Seite. Dafür geht ihr auf Seiten -> Erstellen und nennt diese „Über“. Auf dieser Seite beschreibt ihr kurz und knapp, wer hier schreibt. Und wie die Leser euch am besten kontaktieren.

Aber vor allem: Welche Probleme löst eure Seite für euren Leser.

Es muss nicht perfekt sein. Die Seite könnt ihr immer wieder anpassen. Anschließend veröffentlicht ihr die Seite.

Die Kategorien und die „Über“-Seite müssen nun von euren Lesern noch gefunden werden. Dafür erstellt ihr ein Menü (Design -> Menü). Hier packt ihr nun alle Kategorien und die Seite „Über“ rein. Fertig.

Zu guter letzt wählt ihr eure Inhalte der Seitenleiste aus. Diese Diese findet ihr unter Design -> Widgets. Hier schiebt ihr „Jetpack: Blog Abonnents“ in die Seitenleiste. Wer seine Email hinterlässt, bekommt automatisch euren aktuellen Artikel zugeschickt.

Ausserdem benötigt ihr das Widget „Text“. Hier gebt ihr den Standardtext für die Verbrauchsangaben an. Sicher ist sicher. Den genauen Wortlaut könnt ihr auf skodaportal.de einfach heraus kopieren.

Und das wars. Euer Blog steht – herzlichen Glückwunsch. Jetzt beginnt die Arbeit, denn ihr kommuniziert ab sofort öffentlich mit euren (potentiellen) Kunden. Eine riesige Chance, das Image eures Autohauses zu verbessern, Schwellenängste der Interessenten abzubauen und vertrauen aufzubauen.

Viel Erfolg!

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